Gerade beginnen nach und nach überall die Ferien. Wer verreist, hinterlässt leider oft unnötig Müll. Mit einem nachhaltigen Blick auf Unterkunft, An- und Abreise, Gepäck und Freizeit vor Ort lässt sich jedoch viel Abfall vermeiden. Außerdem kann eine Reise dabei helfen, Zero Waste auch am Urlaubsort gezielt voranzubringen. Hier ein paar Tipps:

Die Wahl der richtigen Unterkunft

Viele Hotels setzen inzwischen auf einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und legen Wert darauf, Einweg zu vermeiden. Um Unterkünfte zu meiden, die der Umwelt schaden, könnt ihr auch eine Ferienwohnung zur Selbstversorgung mieten. In manchen Ländern braucht ihr nicht einmal eine feste Unterkunft, denn Zelten ist dort oft auch außerhalb von Campingplätzen erlaubt – zum Beispiel fast überall in Schweden und Schottland sowie an vielen Orten in Lettland, Estland und Litauen.

Innerhalb Deutschlands erfahrt ihr bei Viabono, wo ihr nachhaltig übernachten könnt.

Die Art der An- und Abreise

Viele Wege führen ans Reiseziel – nicht nur mit dem Flugzeug, das beim Reisen besonders dem Klima schadet und verglichen mit anderen Fortbewegungsmitteln die meisten Abfälle pro Passagier verursacht. Viele Orte lassen sich gut mit Zug oder Bus erreichen. Für die Mobilität vor Ort kann ein Klapprad eine gute Lösung sein. Statt weit zu verreisen, lohnt es sich auch, einmal Radreisen auszuprobieren – etwa auf dem Elbe-Radweg, dem Oder-Neiße-Radweg oder dem Radfernweg Berlin–Kopenhagen. Radreisende nehmen weniger mit – und hinterlassen entsprechend auch weniger Müll.

Und wenn ihr doch mit dem Flugzeug reist, dann besser seltener, dafür länger – und möglichst mit einer Kompensation, zum Beispiel über atmosfair.

Abfallvermeidung beginnt beim Packen

Um Abfall an unbekannten Orten zu vermeiden, gehören einige Dinge unbedingt ins Gepäck – insbesondere unverpackte Kosmetikprodukte, das vielseitig nutzbare Hausmittel Natron, Jutebeutel sowie Mehrwegbesteck, Mehrweggeschirr und eine Brotbox, am besten aus Edelstahl.

Abfallarmes Schlemmen am Urlaubsort

Am besten lautet die Devise: lieber „to stay“ statt „to go“. So vermeidet ihr unnötige To-go-Verpackungen und könnt gleichzeitig die Atmosphäre eines Restaurants besser genießen. Wer in Restaurants mit regionalem und saisonalem Angebot isst und Ketten meidet, unterstützt nachhaltigere Strukturen vor Ort. Solche Restaurants arbeiten in Sachen Nachhaltigkeit häufig ganzheitlich und verzichten eher auf Einwegartikel wie Strohhalme aus Papier oder Plastik.

Und wenn ihr doch in einem Restaurant landet, das Einwegartikel zum Essen anbietet, dann sagt einfach: „Nein, danke!“ Statt einer Einwegserviette reicht zum Beispiel eine eigene Stoffserviette – am besten ein Upcycling-Produkt aus Stoffresten.

Aktiver Umweltschutz im Urlaub

Was gehört in den Rucksack bei Tagesausflügen? Neben einer Mehrwegtrinkflasche zum Beispiel ein stabiler wiederverwendbarer Beutel und ein kleiner Müllgreifer. Wenn euch unterwegs Müll begegnet, könnt ihr ihn einfach aufsammeln. Wer raucht, sollte außerdem einen kleinen Kippen-Aschenbecher mitnehmen. Nicht immer ist gleich ein Mülleimer in der Nähe. Ein sogenannter Kippen-Buddy hilft dabei, Zigarettenstummel bis zum nächsten Abfalleimer sicher zu transportieren.

An vielen Orten finden auch offizielle Clean-ups statt, bei denen gemeinsam Müll gesammelt wird. So lernt ihr Menschen vor Ort kennen und tragt gleichzeitig aktiv zum Umweltschutz bei.

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